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St. Cyriakus Kirche in Karlsruhe - Bulach

Die St. Cyriakus-Kirche im Karlsruher Stadtteil Bulach hieß früher St. Cyriakus und St. Laurentius. Der Einfachheithalber wurde der Name gekürzt.

Zur Geschichte: Die St.-Cyriakus-Kirche in KA-Bulach ist nach Plänen Heinrich Hübschs im Jahre 1938 errichtet worden. Der neuromanische Sandsteinbau ist mit seinen beiden markanten Türmen weithin zu sehen. Das Geläut besteht aus 6 Glocken, je drei auf jedem Turm. Im Innern der Kirche finden etwa 450 Menschen Platz (Sitzplätze). Im Altarraum der Säulenbasilika sind fünf Bilder zu sehen, die das Leben Jesu von seiner Geburt bis zu seiner Himmelfahrt darstellen. Die Kirchenorgel ist in Teilen eine "Silbermann-Orgel" und steht wie die Kirche nebst Pfarrhaus (gleicher Baustil) unter Denkmalschutz. Durch die Einfügung eines kunstvoll gestalteten Zelebrationsaltars vor wenigen Jahren kann die Gemeinde Sonntag für Sonntag Eucharistie gemäß den Bestimmungen des Zweiten Vatikanischen Konzils feiern. 
Quelle: http://www1.karlsruhe.de/~kath/pfarreien/geschichte.php?pid=6 (Stand: 11.01.2008)

Informationen zum Namenspatron Heiliger Cyriakus: Cyriak war ein Heiliger der katholischen und der orthodoxen Kirche und Märtyrer aus der Zeit der Christenverfolgung in Rom und ist um 309 durch Enthauptung gestorben.

Genauere Einzelheiten über das Leben des heiligen Cyriak sind sehr wenige bekannt, das meiste sind Legenden. Er wird allerdings einige Male in den römischen Märtyrerakten erwähnt, was für seine Historizität spricht. Bekannt ist, dass Cyriak im Jahr 306 durch Papst Marcellinus zum Diakon geweiht wurde. Dem Diakon waren im Besonderen die Sorge für alte Menschen, Kinder und Kranke, also die Caritas anvertraut, er verrichtete aber auch in der Liturgie einen besonderen Dienst, wie die Verkündigung des Evangeliums, das Vortragen der Fürbittlitaneien und das Entgegennehmen der Gaben bei der Gabenbereitung während der Heiligen Messe.

Bekannt ist auch, wo Cyriak begraben wurde, diese Stätte existiert allerdings nicht mehr. Seine Gebeine wurden - nach der Überlieferung des Klosters Lorsch - im Jahr 847 in die Stiftskirche St. Cyriacus in Neuhausen bei Worms überführt, die durch Kriegshandlungen später mehrfach zerstört wurde. Die Gebeine wurden als Reliquien in verschiedene Kirchen verteilt.

Möglicherweise war Cyriak auch Arzt oder Exorzist. Die Legende berichtet, dass er die Tochter des Kaisers Diokletian von einer Besessenheit geheilt habe. Als Dank habe ihm der Kaiser ein Haus geschenkt, in dem Cyriak auch eine Kapelle einrichtete und wo er lange Jahre gewirkt hat. Obwohl es auch bei Diokletian viele Christenverfolgungen gab, wurde in dieser Zeit Cyriak, offensichtlich wegen der Heilung der Kaisertochter, geschont. Bei den Christenverfolgungen des nächsten Kaisers Maxentius wurde dann Cyriak mit seinen Gefährten gefangen und starb den Märtyrertod: zuerst wurden sie mit siedendem Öl übergossen und anschließend enthauptet. Das Haus, welches ihm Kaiser Diokletian geschenkt hatte, wurde konfisziert.

Cyriak, der zu den 14 Nothelfern der Kirche gerechnet wird, häufig mit einem Teufel dargestellt, den der Heilige gefesselt an einer Kette führt. Häufig wird er aber, gerade auch auf Bildern der vierzehn Nothelfer, als Diakon (erkennbar am Gewand des Diakons, der Dalmatik) mit der Palme der Märtyrer in der Hand dargestellt.

Der Heilige Cyriak soll vor allem vor Frost und schlechtem Wetter schützen, deshalb war er sehr bald der Schutzpatron der Winzer und überall in den Weinbaugebieten vor allem in der Pfalz sehr verbreitet. Das Fest des Heiligen feiert die katholische Kirche am 8. August.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Cyriakus (Stand: 09.01.2008)